taz-Dossier: Häftlinge mit psychischen Störungen

Der Gesundheitsentzug

Bei der psychiatrischen Behandlung von Häftlingen versagt das Justizsystem. Sie bleiben sich selbst überlassen – keine gute Voraussetzung für die Resozialisierung
Peter Reinacker, Pixelio)
Zum Stichtag 31. August 2008 zählte das Statistische Bundesamt in 194 deutschen Gefängnissen 73.203 Gefangene im offenen und geschlossenen Vollzug, darunter 3.916 Frauen. (Foto: Peter Reinacker, Pixelio)

Maik M. lebt noch. Besser gesagt: Maik M. lebt wieder. Auf der Intensivstation haben sie ganze Arbeit geleistet. Das war vor einem Monat und nun kann er darüber reden. Eine Abschieds-SMS habe er getippt, dann 8.700 mg des Antidepressivums Doxepin geschluckt, mit zwei Flaschen Bier runtergespült, dann auf´s Sofa, noch einmal umgeschaltet mit der Fernbedienung und weg war er. Genauso redet er darüber. Sein Psychiater sagt, Maik wollte ernsthaft sterben und dass seine Persönlichkeitsstörung schuld daran sei, seine Impulsivität und sein verzerrtes Selbstwertgefühl. Und dann sagt der Arzt noch: „Hätte man ihn im Gefängnis vor seiner Entlassung psychiatrisch behandelt, hätte man ihm Mittel an die Hand gegeben, mit seinen Problemen umzugehen, dann – das glaube ich fest – wäre es nicht soweit gekommen.“

Aber im Knast gab es keine Hilfe für den verurteilten Drogenhändler. So wie es für viele psychisch kranke Straftäter keine Hilfe gibt. Eine in Deutschland bislang einmalige empirische Untersuchung hat ergeben, dass  88 Prozent aller inhaftierten Straftäter an einer psychischen Erkrankung leiden…

Lesen Sie hier den kompletten taz-Report!

Lesen Sie hier das Interview zum Thema: „Psychisch kranke Straftäter haben keine Lobby“!

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s